Prostitution im Bild: Zur visuellen Konstruktion von Bordelldarstellungen in der Frühen Neuzeit

Research output: Book/Conference proceeding/Anthology/ReportMonographContributed

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Abstract

Um 1500 hält das Thema der Prostitution Einzug in die Bildkunst. Darstellungen von Prostituierten und Freiern bei der Anbahnung sexueller Akte etablieren sich in der Folge als beliebte Sujets der frühneuzeitlichen Genremalerei. Ausgehend von dieser Konjunktur vollzieht das Buch die visuelle Entwicklung des Motivkomplexes erstmals umfassend nach und analysiert die vielschichtigen Transformationsprozesse von der sakralen Kunst des Mittelalters bis zur profanen Malerei des 16. Jahrhunderts. Exemplarische Fallstudien verdeutlichen, dass sich Kunstschaffende nicht, wie in der Forschung häufig angenommen, primär an den realen Bedingungen in Bordellen orientierten. Stattdessen handelt es sich bei den Werken um höchst artifizielle Bildschöpfungen. Das gilt insbesondere für die Inszenierung der Handlungsorte sowie die spezifischen Akteurskonstellationen, in denen sich die Genese stereotyper Geschlechterrollen manifestiert. Die Ausrichtung des Buches auf die visuellen Konstruktionsmechanismen legt die hohe Wirksamkeit der Bilder offen, deren Einfluss bis in die Gegenwart reicht.

Details

Original languageGerman
Place of PublicationRegensburg
PublisherSchnell & Steiner Verlagsgruppe
Number of pages376
ISBN (print)978-3-7954-3934-7
Publication statusPublished - 14 Mar 2025
Peer-reviewedNo

Publication series

SeriesKunst und Konfession in der Frühen Neuzeit (AAXRZ28)
Volume9
ISSN2570-0189

External IDs

ORCID /0000-0003-3779-381X/work/220698523