Emissionsbewertung von Kundenanlagen im Übertragungsnetz unter Berücksichtigung verschiedener Netzschaltzustände

Research output: Types of thesisDiploma thesis

Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss variierender Netzschaltzustände auf die Allokation von Oberschwingungsgrenzwerten gemäß IEC/TR 61000-3-6 sowie den VDE-Anwendungsregeln 4120 und 4130. Anhand eines detailliert modellierten Testnetzes wurden in PowerFactory über 470 unterschiedliche Schaltzustände simuliert, um deren Auswirkungen auf die Grenzwertberechnungen zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass konservative Planungsannahmen, etwa bezüglich minimaler Spannungsgrenzwerte oder maximaler Impedanzen, zu einer Einschränkung der Systemeffizienz führen können.
Durch die Anwendung eines Optimierungsalgorithmus konnten höhere, netzverträgliche Stromgrenzwerte identifiziert werden, die zu einer besseren Ausnutzung der festgelegten Planungspegel beitragen. Gleichzeitig erlaubt die Analyse die gezielte Identifikation kritischer Schaltzustände, was einen Aspekt eines übergeordnetes Monitoringsystem bilden kann. Für Netzbetreiber bietet die entwickelte Methodik eine praxistaugliche Möglichkeit zur differenzierteren Bewertung von Oberschwingungsemissionen. Sie ermöglicht eine flexiblere, risikobasierte Planung und trägt zur effizienteren Nutzung vorhandener Netzkapazitäten bei.

Details

Original languageGerman
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Publication statusPublished - 2025
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