Biodiversität der Diplopoda, Chilopoda und Isopoda unter dem Einfluss von Vorausverjüngung auf Störungsflächen und in Altbeständen
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Abstract
Im Zuge des Klimawandels verursachen starke Trockenheit und Hitze zunehmend Vitalitätsverluste bei Waldbaumarten. Besonders in Beständen der Gemeinen Fichte (Picea abies) sind Störungen großen Ausmaßes zu verzeichnen. Auf Grundlage bisheriger Studien ist bekannt, dass auf Störungsflächen großes Potenzial für die Entfaltung einer einzigartigen Artenvielfalt besteht. Gleichzeitig gilt es im Störungsmanagement, Anforderungen der Walderhaltung, des Waldumbaus, der Kohlenstoffspeicherung und der Bereitstellung von Ressourcen gerecht zu werden. Dabei stellt Vorausverjüngung ein wichtiges Instrument dar, um die Entwicklung einer Störungsfläche zum geschlossenen Altbestand zu beschleunigen und zu steuern. Es entsteht ein potenzieller Zielkonflikt zwischen der Förderung von Biodiversität und der Erfüllung waldbaulicher Anforderungen. Die Bodenfauna in Wäldern liegt an der Schnittstelle der von Störungen beeinflussten Bodenprozesse, Mikroklimata und Vegetationsstrukturen. Durch ihre enge Bindung an die Vegetation und ihre hohe Sensibilität gegenüber Umweltveränderungen sind Myriapoda und Isopoda als Vertreter der Bodenmakrofauna von besonderem wissenschaftlichem Interesse. Diese Arbeit untersuchte die Folgen von Störungen für die Biodiversität von Diplopoda, Chilopoda und Isopoda sowie die Auswirkungen von Vorausverjüngung auf die Biodiversität dieser Artengruppen auf Störungsflächen.
Die Versuche fanden im Jahr 2025 in einem im Mittelgebirge gelegenen Nadelwald statt. Auf 32 Versuchsflächen wurden Störungen simuliert, auf acht Kontrollflächen verblieb der Altbestand. Auf je der Hälfte dieser Flächen befand sich Vorausverjüngung. Es wurden die Abundanz, Artenzahl, Diversität und Artenkompositionen der Diplopoda, Chilopoda und Isopoda zwischen Störungsflächen und Kontrollflächen sowie zwischen Störungsflächen mit und ohne Vorausverjüngung verglichen. Ausschließlich Chilopoda zeigten signifikante Ergebnisse. Sie besiedelten bevorzugt Kontrollflächen und zeigten signifikante Unterschiede der Artenkomposition zwischen Flächen mit und ohne Vorausverjüngung. Zu den nicht signifikanten Ergebnissen der Diplopoda und Isopoda haben womöglich ihre eingeschränkte Mobilität und das Versuchsdesign beigetragen. Für zukünftige Forschung empfiehlt sich eine längere Beobachtungsperiode, sowie die Betrachtung größerer Störungsflächen, zusätzlicher Artengruppen und verschiedener Waldgesellschaften. Die Ergebnisse liefern keine Grundlage für Kritik an Vorausverjüngung in Bezug auf die Biodiversität von Myriapoda und Isopoda.
Die Versuche fanden im Jahr 2025 in einem im Mittelgebirge gelegenen Nadelwald statt. Auf 32 Versuchsflächen wurden Störungen simuliert, auf acht Kontrollflächen verblieb der Altbestand. Auf je der Hälfte dieser Flächen befand sich Vorausverjüngung. Es wurden die Abundanz, Artenzahl, Diversität und Artenkompositionen der Diplopoda, Chilopoda und Isopoda zwischen Störungsflächen und Kontrollflächen sowie zwischen Störungsflächen mit und ohne Vorausverjüngung verglichen. Ausschließlich Chilopoda zeigten signifikante Ergebnisse. Sie besiedelten bevorzugt Kontrollflächen und zeigten signifikante Unterschiede der Artenkomposition zwischen Flächen mit und ohne Vorausverjüngung. Zu den nicht signifikanten Ergebnissen der Diplopoda und Isopoda haben womöglich ihre eingeschränkte Mobilität und das Versuchsdesign beigetragen. Für zukünftige Forschung empfiehlt sich eine längere Beobachtungsperiode, sowie die Betrachtung größerer Störungsflächen, zusätzlicher Artengruppen und verschiedener Waldgesellschaften. Die Ergebnisse liefern keine Grundlage für Kritik an Vorausverjüngung in Bezug auf die Biodiversität von Myriapoda und Isopoda.
Details
| Original language | German |
|---|---|
| Qualification level | Bachelor of Science |
| Awarding Institution | |
| Supervisors/Advisors |
|
| Defense Date (Date of certificate) | 30 Sept 2026 |
| Publication status | Published - 30 Sept 2026 |
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Keywords
Keywords
- Waldmanagement, Störungsdynamik, Chilopoda, Diplopoda, Myriapoda, Isopoda, Bodenfallen