Baum und Text: neue Perspektiven auf verzweigte Beziehungen

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Abstract

Bäume und Texte sind so eng miteinander verwandt, dass sie manchmal kaum zu unterscheiden sind. Nicht nur, weil Bäume nach wie vor die Rohstoffe für die Papierproduktion liefern, sondern auch, weil sie zuModellen, Anlass und Akteuren in Texten werden. Bäume regen zum Schreiben an; sie sind den Menschen gerade ähnlich genug, dass diese sich in jenen wieder erkennen können und doch so fremd, dass sie sich der Vereinnahmung widersetzen. In der Folge werden sie zu heiligen Wesen überhöht, vermenschlicht, kapitalisiert, zum Symbol erhoben und in zunehmendem Maße zerstört. Verfügbar werden sie trotzdem nicht, sie bleiben eigensinnig. Die Aufsätze dieses Bandes gehen den verzweigten Beziehungen zwischen Menschen und Bäumen anhand der Texte nach, die diese Verhältnisse ermöglichen und strukturieren. Ihre komparatistische Herangehensweise ermöglicht neue Perspektiven jenseits der Vereinnahmung und lädt dazu ein, die Beziehungsgeschichte von Bäumen und Menschen neu zu schreiben. Claudia Klodt, Monika Schmitz-Emans, Jana Kittelmann, Klara Schubenz, Stephanie Heimgartner, Simone Sauer-Kretschmer und Solvejg Nitzke erkunden in ihren Beiträgen Baumtexte, die von römischen Gärten, über Realismus, Romantik und zukünftige Wälder bis in die innersten Räume der (Familien-)Psyche der Menschen führen.

Details

Original languageGerman
Place of PublicationBerlin
PublisherChristian A. Bachmann Verlag
Number of pages198
Edition1. Auflage
ISBN (print)9783962340360
Publication statusPublished - 2020
Peer-reviewedNo

External IDs

ORCID /0000-0001-8852-0913/work/179849822

Keywords

Keywords

  • Trees in literature