Vom Psychoboom zum Psychomarkt: Medientechniken der Neo-Sannyas-Bewegung in den 1970er- und 1980er-Jahren
Publikation: Beitrag in Fachzeitschrift › Forschungsartikel › Beigetragen › Begutachtung
Beitragende
Abstract
Mit ihren auf Selbstentfaltung zielenden psycho-spirituellen Angeboten war die Neo-Sannyas-Bewegung um Bhagwan Shree Rajneesh alias Osho Teil des in den 1970er-Jahren aufkommenden »Psychobooms«. Gekennzeichnet durch eine Verwischung der Grenzen zwischen Therapie und transzendentaler Selbsterfahrung, lässt sich an dieser Bewegung die Erosion der Differenz von »normal« und »verrückt« exemplarisch darstellen. In dem Beitrag werden die enorme Medienproduktion der Sannyasins und ihre Funktionen untersucht. Die in Eigenregie hergestellten Zeitschriften, Bücher, Audio- und Videokassetten waren für den Zusammenhalt der Neo-Sannyas-Bewegung von entscheidender Bedeutung. Sie verbreiteten ein körperorientiertes spirituelles Psychowissen, das seinen Weg sogar auf die östliche Seite des »Eisernen Vorhangs« fand. Gleichzeitig erzeugten und festigten solche Medien die »Marke« Bhagwan auf einem boomenden, sich ausdifferenzierenden Psychomarkt. Als Quellen dienen die Medienprodukte sowie Archivalien und graue Literatur aus dem International Institute of Social History (Amsterdam), der Oregon Historical Society (Portland) und dem Stasi-Unterlagen-Archiv (Berlin), ergänzt um Interviews mit Zeitzeug:innen.
Details
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 49-74 |
| Seitenumfang | 26 |
| Fachzeitschrift | Zeithistorische Forschungen |
| Jahrgang | 22 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
| Peer-Review-Status | Ja |
Externe IDs
| Scopus | 105044830367 |
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