Pulmonale Hypertonie assoziiert mit Lungenerkrankungen

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftÜbersichtsartikel (Review)BeigetragenBegutachtung

Beitragende

  • Michael Halank - , Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (Autor:in)
  • Katarina E Zeder - , Ludwig Boltzmann Institute of Osteology, Medizinische Universität Graz (Autor:in)
  • Natascha Sommer - , Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (Autor:in)
  • Silvia Ulrich - , Universitätsspital Zürich (Autor:in)
  • Matthias Held - , Klinikum Würzburg Mitte gGmbH (Autor:in)
  • Thomas Köhler - , Universitätsklinikum Freiburg (Autor:in)
  • Vasile Foris - , Medizinische Universität Graz (Autor:in)
  • Melanie Heberling - , Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (Autor:in)
  • Claus Neurohr - , Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart (Autor:in)
  • Julia Ronczka - , Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (Autor:in)
  • Stephan Holt - , Praxis am Steintor (Kardiologie und Pneumologie) (Autor:in)
  • Dirk Skowasch - , Universitätsklinikum Bonn (Autor:in)
  • Nikolaus Kneidinger - , Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) - Standort München (Autor:in)
  • Jürgen Behr - , Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) - Standort München (Autor:in)

Abstract

Nicht selten sind Lungenerkrankungen und Hypoventilationssyndrome mit einer pulmonalen Hypertonie (PH) assoziiert. In den meisten Fällen liegt eine nicht schwere PH vor. Diese ist hämodynamisch definiert durch einen pulmonalarteriellen Mitteldruck (PAPm) > 20 mmHg, einen pulmonalarteriellen Verschlussdruck (PAWP) ≤ 15 mmHg und einen pulmonal-vaskulären Widerstand von ≤ 5 Wood-Einheiten (WU). Sowohl die nicht schwere (PVR ≤ 5 WU) als auch deutlich ausgeprägter die schwere PH (PVR > 5 WU) sind prognostisch ungünstig. Bei Verdacht auf eine PH wird empfohlen, primär zu prüfen, ob Risikofaktoren für eine pulmonalarterielle Hypertonie (PAH, Gruppe 1 PH) oder eine chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH, Gruppe 4 PH) vorliegen. Falls Risikofaktoren vorliegen oder bei Lungenkranken der Verdacht auf eine schwere PH besteht, wird eine zeitnahe Vorstellung der Patient*innen in einer PH-Ambulanz empfohlen. Bei Patient*innen mit einer schweren PH assoziiert mit Lungenerkrankungen wird eine personalisierte, individuelle Therapie – möglichst im Rahmen von Therapiestudien – empfohlen. Aktuell sollte bei COPD-Patient*innen nur ein Therapieversuch erwogen werden, wenn die assoziierte PH schwergradig und ein „pulmonalvaskulärer“ Phänotyp (schwere präkapilläre PH, aber typischerweise nur milde bis moderate Atemwegsobstruktion, keine oder milde Hyperkapnie und DLCO < 45 % vom Soll) vorliegt. Bei schwerer PH assoziiert mit einer interstitiellen Lungenerkrankung können entsprechend individueller Abwägung Phosphodiesterase-5-Inhibitoren erwogen werden. Inhaliertes Treprostinil kommt bei diesen Patient*innen auch bei nicht schwerer PH in Betracht.

Details

OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)916-925
Seitenumfang10
FachzeitschriftPneumologie
Jahrgang77
Ausgabenummer11
PublikationsstatusVeröffentlicht - Nov. 2023
Peer-Review-StatusJa

Externe IDs

Scopus 85177053458
ORCID /0009-0003-4731-5800/work/177360836

Schlagworte

Schlagwörter

  • Humans, Hypertension, Pulmonary/diagnosis, Lung, Lung Diseases, Interstitial/diagnosis, Prognosis, Vascular Resistance, chronic obstructive pulmonary disease (COPD), combined pulmonary fibrosis and emphysema (CPFE), pulmonary hypertension, interstitial lung disease (ILD), idiopathic pulmonary fibrosis, emphysema

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