Zur (De-)Legitimation von Protest am Beispiel der „Es gibt nur zwei Geschlechter“-Ultraspruchbänder
Publikation: Beitrag in Buch/Konferenzbericht/Sammelband/Gutachten › Beitrag in Buch/Sammelband/Gutachten › Beigetragen › Begutachtung
Beitragende
Abstract
Das Interesse des Beitrags gilt den diskursiven (De-)Legitimationspraktiken von Protest im Zusammenhang mit den "Es gibt nur zwei Geschlechter"-Ultraspruchbändern, die im Frühjahr 2024 in den Fankurven unterschiedlicher Fußballstadien präsentiert wurden. Dabei wird auf Basis einer explorativ-qualitativen Analyse von Pressestatements und Kommentardiskursen aufgezeigt, wie die soziale Akzeptabilität und die Anerkennung der Banner als Protesthandlung innerhalb eines Spannungsfelds von Provokationskul-tur, tradiertem Invektivraum und gesellschaftlichen Sagbarkeitsgrenzen diskursiv aus-gehandelt werden. Innerhalb der (De-)Legitimationspraktiken erfolgt eine wiederkeh-rende Bezugnahme auf folgende Wertesysteme: (1) geschlechterbezogene Normalitäts- und Ordnungsvorstellungen, (2) das Fußballstadion als tradierter Invektivraum ein-schließlich der fanspezifischen Provokationskultur sowie (3) Sagbarkeitsgrenzen und das Gewaltpotenzial sprachlicher Exklusions- und Stigmatisierungspraktiken.
Details
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | De)Legitimation von Protest – Praktiken, Diskurse, Akteure |
| Herausgeber (Verlag) | universi Universitätsverlag Siegen |
| Seiten | 159-175 |
| Seitenumfang | 16 |
| Publikationsstatus | Angenommen/Im Druck - 2026 |
| Peer-Review-Status | Ja |