Untersuchungen zur Kadaversukzession und der Ökologie und Zusammensetzung der aasbeschiedelten Coleopteren- und Dipterengemeinschaften des Tharander Waldes

Publikation: Hochschulschrift/AbschlussarbeitMasterarbeit

Beitragende

  • Marcus Schwarz - (Autor:in)

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wurde der Zersetzungsprozess, die Sukzessionsstadien und eine erste Erfassung des vorhandenen und beteiligten Artspektrums untersucht. Dafür wurde nach dem Vorbild vieler Studien (ANTON et al., 2011; MATUSZEWSKI et al., 2008, 2010a, 2010b; PAYNE, 1965; GRASSBERGER & FRANK, 2004) der Kadaver eines Hausschweins (Sus scrofa domestica) auf eine abgeschlossene Versuchsfläche ausgebracht und über mehrere Wochen beobachtet. Dabei gab es im Vorfeld eine Null-Variante bei der die Fläche ohne einen Kadaver beprobt wurde. Insgesamt gab es drei Transekte mit jeweils zwei Probekreisen mit wiederum jeweils vier Bodenfallen. Bei einem wöchentlichen Leerungsintervall dieser Bodenfallen konnten sämtliche Sukzessionsstadien und gleichzeitig die Zusammensetzung der Aasfauna überprüft werden. \n\nIn einer zusammenfassenden Betrachtung lässt sich sagen, dass der Hauptversuch mit \nzufriedenstellenden Ergebnissen abgeschlossen wurde. So wurden beispielsweise die von \nPAYNE (1965) beschriebenen Sukzessionsstadien am Kadaver vorgefunden und im zeitlichen \nAblauf bestätigt. Zudem wurde eine charakteristische Aasfauna festgestellt. Es konnten \nBezüge von Gruppen untereinander und von Gruppen und Arten zum Kadaver festgestellt und \nstatistisch belegt werden. Somit sind ohne Kadaver die Formicidae und die Staphylinidae die \nvorherrschenden Zersetzer von kleinerem, abgestorbenem Material. Sobald ein größerer \nKadaver in das Ökosystem eingebracht wird, entsteht ein inselartiges kleineres Ökosystem, \nwelches sich durch schnellen Wandel und zeitliche Begrenztheit auszeichnet. Hier treten \nzeitweilig angepasste Arten der Gattungen Histeridae und Silphidae und der Ordnung Diptera \nauf. Diese stehen untereinander und zudem mit den Zersetzungsstadien in Verbindung. Man \nmuss aber weiterhin davon ausgehen, dass ein nachfolgender Versuch zu anderen \nErgebnissen führt, da die Witterungsverhältnisse und die Exposition zu Umwelteinflüssen \nanderes sein werden. Auch lassen sich allein aus einem Versuch keine Schlüsse auf die \nallgemeine Zusammensetzung der Aasfauna des Tharander Waldes schließen. Hierzu müssen \nweitere Versuche durchgeführt werden, beispielsweise in geschlossenen Beständen. Zudem \nsollte möglichst das Leerungsintervall verkleinert werden um bessere Aussagen über das \nzeitliche Auftreten der Arten treffen zu können. \n

Details

OriginalspracheDeutsch
Gradverleihende Hochschule
Betreuer:in / Berater:in
  • Roth, Mechthilde, Betreuer:in
  • Brunk, Ingo, Betreuer:in
  • Roth, Mechthild, Betreuer:in, Externe Person
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2014
No renderer: customAssociatesEventsRenderPortal,dk.atira.pure.api.shared.model.researchoutput.Thesis

Schlagworte

Schlagwörter

  • Kadaversukzession Zusammensetzung der aasbesiedelten Coleopteren- und Dipterengemeinschaften des Tharandter Waldes