Untersuchung von Populationsparametern der Schalenwildarten Rotwild (Cervus elaphus Linnaeus 1758), Schwarzwild (Sus scrofa Linnaeus 1758) und Rehwild (Capreolus capreolus Linnaeus 1758) im Westerzgebirge anhand von Fotofallendaten

Publikation: Hochschulschrift/AbschlussarbeitMasterarbeit

Beitragende

Abstract

In der Masterarbeit wurde das räumliche und zeitliche Auftreten und die Populationsstrukturen der Schalenwildarten Rotwild (Cervus elaphus), Schwarzwild (Sus scrofa) und Rehwild (Capreolus capreolus) in zwei Gebieten des sächsischen Westerzgebirges untersucht. Zur Datengewinnung diente ein Netz aus 100 digitalen Fotofallen, deren genaue Standorte anhand sichtbarer Wildwechsel festgelegt wurden.\nRotwild war vor Reh- und Schwarzwild in beiden Untersuchungsgebieten (UGs) für die meisten Auslösungen der Fotofallen verantwortlich. Während im UG Eibenstock ein leicht überwiegender Anteil von Hirschen zu beobachten war, war im UG Neudorf das weibliche Rotwild bei Weitem in der Mehrzahl. Ein maßgeblicher Einfluss der Bejagung auf das Geschlechterverhältnis offenbar wurde. Beim Rehwild wurden in beiden UGs weniger Böcke als Ricken nachgewiesen.\nAlle drei Schalenwildarten zeigten Maxima ihrer Aktivität im Tagesverlauf in den Stunden der Morgen- und Abenddämmerung. Stets überwog die nächtliche Aktivität jene der hellen Tagesstunden. Die Wildart mit der vergleichsweise höchsten Tagaktivität war das Rehwild.\nZu den Vermehrungsraten der einzelnen Schalenwildarten waren Aussagen bisher nur für das Schwarzwild möglich. Im Falle des Rotwildes nahm der Anteil führender Alttiere an allen beobachteten Alttieren bis zum Ende des Untersuchungszeitraums noch zu. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für das Rehwild mit seinem länger gestreckten Setz- und Ablegezeitraum erwartet. Dies wurde jedoch nicht untersucht. Während beim Rotwild stets einzelne Kälber geführt wurden, konnten beim Rehwild in unterschiedlichen Anteilen Mehrlingsgeburten nachgewiesen werden. Für Aussagen zu den anzutreffenden Schalenwildarten, deren räumlicher Verteilung, sowie Populationsstrukturen, erwies sich eine Länge des Untersuchungszeitraums von zwei Monaten als geeignet.\n

Details

OriginalspracheDeutsch
Gradverleihende Hochschule
Betreuer:in / Berater:in
  • Roth, Mechthilde, Betreuer:in
  • Roth, Mechthild, Betreuer:in, Externe Person
  • Stier, Norman, Betreuer:in
  • Meißner-Hylanová, Vendula, Betreuer:in, Externe Person
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2017
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Schlagworte

Schlagwörter

  • Monitoring, Fotofallen, Rotwild, Schwarzwild, Rehwild, Erzgebirge, Sachsen