"Territorialisierungen der radikalen Rechten": Abschlussbericht des DFG-Forschungsnetzwerks

Publikation: Vorabdruck/Dokumentation/BerichtProjekt (-abschluss und -zwischen) bericht

Beitragende

  • Anke Schwarz - , Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Autor:in)
  • Christoph Hedtke - , Fachhochschule Erfurt (FHE) (Autor:in)
  • Daniel Mullis - , Peace Research Institute Frankfurt – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (Autor:in)
  • Felicitas Kübler - , Alpen-Adria-Universitat Klagenfurt (Autor:in)
  • Jan Hutta - , Universität Bayreuth, Universität Hamburg (Autor:in)
  • Johann Braun - , Universität Heidelberg (Autor:in)
  • Michael Krell - , Professur für Humangeographie (Autor:in)
  • Monika Streule - , Universidad Iberoamericana (UIA) (Autor:in)
  • Nils Ludwig - , Universität Trier (Autor:in)
  • Paul Zschocke - , Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Autor:in)
  • Valentin Domann - , Humboldt-Universität zu Berlin (Autor:in)
  • Viktoria Kamuf - , Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Hochschule für angewandte Wissenschaften München (Autor:in)
  • Zita Seichter - , Universität Hamburg (Autor:in)

Abstract

Das Forschungsnetzwerk "Territorialisierung der radikalen Rechten" (Terra-R) verfolgte das Ziel, eine raumsensible Forschungsperspektive zur radikalen Rechten zu stärken und aktuelle Debatten in der deutschsprachigen Geographie, der Rechtsextremismusforschung und im internationalen Kontext zusammenzuführen. Die Entwicklung eines Konzepts rechter Territorialisierung sollte es ermöglichen, Praktiken und Konstruktionen rechter Raumaneignung in ihrer gesellschaftlichen Komplexität, Kontextualität und Konflikthaftigkeit zu analysieren. Ziel war es, Prozesse rechter Raumproduktion, gesellschaftliche Zuschreibungen und Praktiken des Widerstands in ihren Wechselbeziehungen zu beleuchten. Der Aufbau eines wissenschaftlichen Diskussionsraums sollte dazu beitragen, die Forschung zu räumlichen Dimensionen der radikalen Rechten nachhaltig zu erweitern und neue Perspektiven für zukünftige Untersuchungen zu eröffnen. Das Konzept der Territorialisierung verbindet praxisbezogene Ansätze der lateinamerikanischen Territorio-Diskussion mit einem im angloamerikanischen Raum Verständnis von territory als Ergebnis machtvoller Abstraktionsprozesse. Damit eröffnet der Territorialisierungsansatz eine differenzierte Perspektive auf die multiskalaren Verflechtungen von rechter Raumproduktion und gesellschaftlichen Konstruktionen. Ein zentraler Beitrag der Netzwerkarbeit ist die empirisch gestützte Differenzierung von vier Dimensionen rechter Territorialisierung: performativ, affektiv, imaginativ und infrastrukturell. Dadurch werden sowohl unidirektionale Konzepte 'rechter Raumnahme' als auch Verständnisse vermeintlich klar umgrenzter 'rechter Räume' in Frage gestellt. Ebenso werden die gesellschaftlichen Gegenkräfte beleuchtet, die sich radikal rechter Raumproduktion entgegenstellen.

Details

OriginalspracheDeutsch
Seitenumfang14
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2026
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Externe IDs

ORCID /0009-0008-8751-2274/work/210355911

Schlagworte

Schlagwörter

  • Raumproduktion; Humangeographie; Rechtsextremismus