"Stille Trauer": deutsche Soldatenmütter in der Zwischenkriegszeit

Publikation: Sonstige VeröffentlichungSonstigesBeigetragenBegutachtung

Beitragende

Abstract

'Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie sich am Beispiel der trauernden Mütter geschlechtsspezifische Festschreibungen von Trauer und Erinnerung zeigen. Es wird dargelegt, dass die emotionale Form der Trauer auf die Frauen begrenzt wurde und gleichzeitig in den privaten Raum, in die häusliche Sphäre verlegt wurde. Dies wurde erreicht, indem die Frauen als sakrale Mutterfiguren zwar auf den Denkmälern sichtbar gemacht wurden, aber durch die Stereotypisierung ihrer Darstellung wurde Distanz zu den lebenden Hinterbliebenen geschaffen. Durch die immer wieder postulierte 'stille Trauer' von Müttern konnte ihr politischer Einfluss auf die Hinterbliebenenverbände einerseits und auf öffentliche Trauerfeiern andererseits weitgehend beschränkt werden. Diese Exklusion wurde in der Weimarer Republik nicht - wie nachweisbar in anderen Ländern - durch eine symbolische Politik kompensiert. Erst die Nationalsozialisten lancierten eine symbolische Politik der Ehre und instrumentalisierten die Soldatenmütter des Ersten Weltkriegs für ihre Politik.' (Autorenreferat)

Details

OriginalspracheDeutsch
Herausgeber (Verlag)GESIS- Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Band34
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2009
Peer-Review-StatusJa
Extern publiziertJa
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Schlagworte

Schlagwörter

  • Politik, Sinn, symbolische Politik, Nationalsozialismus, Instrumentalisierung, Mutter, Propaganda, Erinnerung, Tod, Sohn, Sterben, politischer Einfluss, Weimarer Republik, Stereotyp, Ehre, Kriegsopfer, Opfer, Erster Weltkrieg, Exklusion, Soldat, Trauer