Interdisziplinäre Zentren für Autoimmunerkrankungen in Deutschland

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftForschungsartikelBeigetragenBegutachtung

Beitragende

  • Margitta Worm - , Charité – Universitätsmedizin Berlin (Autor:in)
  • Claudia Günther - , Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (Autor:in)
  • Martin Claussen - , Lungenklinik Großhansdorf (Autor:in)
  • Gernot Keyßer - , Universitätsklinikum Halle (Autor:in)
  • Ina Kötter - , Universität Hamburg (Autor:in)
  • Gabriela Riemekasten - , Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck (Autor:in)
  • Elise Siegert - , Charité – Universitätsmedizin Berlin (Autor:in)
  • Norbert Blank - , Universität Heidelberg (Autor:in)
  • Cord Sunderkötter - , Universitätsklinikum Halle (Autor:in)
  • Gabriele Zeidler - , Evangelical Clinics of Bonn (Autor:in)
  • Peter Korsten - , St.-Josef-Stift Sendenhorst (Autor:in)

Abstract

Hintergrund: Die Betreuung von Patient:innen mit komplexen Autoimmunerkrankungen erfordert eine interdisziplinäre medizinische Versorgung. In Deutschland gibt es zwar eine zunehmende Anzahl von interdisziplinär arbeitenden Zentren für Autoimmunerkrankungen, jedoch sind sie noch nicht flächendeckend vorhanden und ihre Schwerpunkte und interdisziplinären Strukturen häufig nicht nach einem allgemein konsentierten Standard organisiert. Ferner sind sie bislang nicht regelhaft in der allgemeinen Versorgungsstruktur abgebildet.
Ziel der Arbeit: Die Versorgungsstruktur für Autoimmunpatient:innen am Beispiel eines etablierten universitären Zentrums und eines klinischen Falls wird analysiert.
Material und Methoden: Um exemplarisch eine Standortbestimmung interdisziplinär arbeitender Autoimmunzentren in Deutschland durchzuführen, wurden ein
Universitätsklinikum für die Strukturanalyse sowie eine Fallvorstellung zur Betrachtung der klinischen Betreuung ausgewählt.
Ergebnisse: In dem ausgewählten Universitätsklinikum werden Patient:innen mit Autoimmunerkrankungen durch Expert*innen verschiedener Fachdisziplinen interdisziplinär betreut. Die Strukturen sind in einem Organigramm verankert. Mithilfe standardisierter Diagnostik- und Therapiepfade („standard operating procedures“ [SOP]) werden Maßnahmen, die für eine jeweils umfassende Diagnostik und Therapie bestimmter Autoimmunerkrankungen fachübergreifend nötig sind, festgelegt. Der von uns vorgestellte Fall stellt anhand einer Patientin mit systemischer Sklerose und Lungenbeteiligung dar, wie ein standardisierter diagnostischer und therapeutischer Pfad in der Praxis umgesetzt werden kann.
Diskussion:Wir diskutieren, welche Maßnahmenfachübergreifend für eine umfassende Diagnostik und Therapie bestimmter Autoimmunerkrankungen notwendig sind, welche Herausforderungen sich bei der Umsetzung ergeben und welche Vorteile sich gegenüber Leitlinien ergeben können – unter anderem weil sie sofort an neue Erkenntnisse angepasst werden können. Die Etablierung eines nationalen Konsenses für den Aufbau, die erforderlichen Strukturen und die Umsetzung in der Patient:innenversorgung innerhalb interdisziplinär arbeitender Zentren für Autoimmunerkrankungen in Deutschland ist wünschenswert.

Details

OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)844-851
Seitenumfang8
FachzeitschriftZeitschrift fur Rheumatologie
Jahrgang83
Ausgabenummer10
PublikationsstatusVeröffentlicht - 25 Juli 2024
Peer-Review-StatusJa

Externe IDs

PubMed 39052075
ORCID /0000-0002-4330-1861/work/165062073

Schlagworte

ASJC Scopus Sachgebiete

Schlagwörter

  • Guidelines, Medical specialist care, Standard of care, Systemic sclerosis