Früh auf braunem Kurs: Die Zeitschrift „Der Landarzt“ zwischen 1933 und 1944
Publikation: Beitrag in Fachzeitschrift › Forschungsartikel › Eingeladen › Begutachtung
Beitragende
Abstract
Die 1919 gegründete Zeitschrift „Der Landarzt“ ist die Vorgängerin der heutigen „Zeitschrift für Allgemeinmedizin“. Von 1933 bis 1936 trug der „Landarzt“ vorübergehend den Titel „Zentralblatt für Landärzte“. Neben medizinischen Inhalten adressierte das Journal traditionell berufspolitische und alltagspraktische Themen für Landärzte. Bereits 1929 erschienen im „Landarzt“ Artikel zur „Rassenhygiene“, sodass die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 in dieser Hinsicht keine besondere Zäsur darstellte. Seit 1937 erschien die Zeitschrift im Stuttgarter Hippokrates-Verlag. In der Folge verstärkte sich die schon vorher bestehende Tendenz zur Naturheilkunde und Homöopathie, was zur Ausrichtung der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik in jener Zeit passte. Hoffnungen auf eine nachhaltige Unterstützung der Landärzte durch die Nationalsozialisten erfüllten sich nur teilweise und waren spätestens im Zweiten Weltkrieg obsolet. Im Herbst 1944 musste der „Landarzt“ sein Erscheinen kriegsbedingt einstellen.
Details
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 252-259 |
| Seitenumfang | 8 |
| Fachzeitschrift | Zeitschrift für Allgemeinmedizin: ZFA |
| Jahrgang | 100 |
| Ausgabenummer | 5 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 14 Aug. 2024 |
| Peer-Review-Status | Ja |
Externe IDs
| ORCID | /0000-0001-6269-5061/work/165454054 |
|---|---|
| unpaywall | 10.1007/s44266-024-00274-w |
| Mendeley | c88d39a3-9a10-37dc-8c78-c6f4811fd29f |
| Scopus | 85201235713 |
Schlagworte
Ziele für nachhaltige Entwicklung
Schlagwörter
- General practitioners, History of medicine, Medical Journals, National Socialism, Rural physicians