Experimentelle Untersuchungen zum Kriechverhalten alter Betone

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftForschungsartikelBeigetragenBegutachtung

Beitragende

Abstract

Aktuelle normative Kriechmodelle basieren auf Versuchsdaten von vergleichsweise jungen, zuvor unbelasteten Betonen. Ihre Übertragbarkeit auf Betone aus Bestandsbauwerken, die erneut belastet werden, ist daher nicht gesichert. Für den Erhalt dieser Bauwerke ist eine zuverlässige Prognose der Kriechverformungen jedoch von zentraler Bedeutung – etwa für die Planung nachträglicher Verstärkungsmaßnahmen mittels externer Vorspannung. In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse aus Kriechversuchen an Bohrkernproben aus drei rückgebauten Spannbetonbrücken vorgestellt. Trotz des hohen Belastungsalters von mehr als 40 Jahren wiesen die Proben nach 90 Tagen Belastungsdauer noch ein ausgeprägtes Kriechverhalten mit mathematical equation ≈ 0,3–0,6 auf. Die gemessenen Kriechverformungen waren um bis zu 145 % größer als die Erwartungswerte des Kriechmodells gemäß Model Code 2020.

Details

OriginalspracheDeutsch
Seitenumfang9
FachzeitschriftBeton- und Stahlbetonbau
Jahrgang120
Ausgabenummer12
PublikationsstatusElektronische Veröffentlichung vor Drucklegung - 26 Sept. 2025
Peer-Review-StatusJa

Externe IDs

Scopus 105017956023
ORCID /0000-0003-1871-9120/work/195440636
ORCID /0000-0002-2187-1652/work/195440699
ORCID /0000-0001-8735-1345/work/195441362

Schlagworte

Schlagwörter

  • Bestand, Beton, Brückenbau, Kriechen, Kriechversuche, Spannbeton, Vorhersagemodelle