Einfluss winterlicher Witterungsbedingungen auf den Sucherfolg von Artenspürhunden
Publikation: Hochschulschrift/Abschlussarbeit › Bachelorarbeit
Beitragende
Abstract
Im Natur- und Artenschutz werden zunehmend Artenspürhunde eingesetzt, um geschützte oder invasive Arten aufzuspüren. Eine exakte Lokalisierung kann dabei aufgrund von verschiedenen Witterungsbedingungen häufig erschwert sein. Ziel dieser Arbeit war es daher, den Sucherfolg von Artenspürhunden unter winterlichen Witterungsbedingungen zu untersuchen. Dieser wurde anhand von Detektionsrate, durchschnittlicher Entfernung zwischen Anzeigen und Proben sowie Eindeutigkeitsrate der Anzeigen bewertet, wobei Windgeschwindigkeit, Turbulenz, Windausrichtung und deren Kontinuität sowie Niederschlagsmenge berücksichtigt wurden.
Die Suchen fanden auf drei Versuchsflächen statt, auf denen Proben ausgebracht und deren GPS-Standorte erfasst wurden. Vier Hunde suchten die Flächen ab und signalisierten Geruchsansammlungen unabhängig vom Probenstandort (Distanzanzeigen), deren GPS-Standorte ebenfalls erfasst wurden. Während und nach der Suche wurden die Witterungsbedingungen dokumentiert. Die Anzeigen wurden den Proben zugeordnet und die jeweilige Entfernung berechnet. Nicht eindeutig zuordenbare Anzeigen wurden gesondert berücksichtigt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels generalisierter linearer gemischter Modelle (GLMM) entsprechend der aufgestellten Hypothesen.
Die statistische Auswertung zeigt bei geringer Windgeschwindigkeit bzw. Windstille eine signifikante Reduktion der Detektionsrate, während bei abwärts gerichtetem Wind ein positiver Trend erkennbar ist. Bei steigendem Niederschlag sinkt die durchschnittliche Entfernung stark. Die Eindeutigkeitsrate nimmt bei hoher Turbulenz und stark drehendem Wind deutlich ab. Bei zunehmender Niederschlagsmenge ist dagegen ein signifikant positiver Einfluss erkennbar.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Arbeit mit Artenspürhunden maßgeblich an die Witterung geknüpft ist. Insbesondere der Wind ist dabei ein entscheidender Faktor für die Geruchsausbreitung. Schon geringe Windgeschwindigkeiten können den Sucherfolg dabei wesentlich erhöhen. Auch Niederschlag zeigte einen deutlichen Einfluss, indem zunehmende Niederschlagsmengen mit geringeren Anzeigenentfernungen und einer höheren Eindeutigkeitsrate einhergehen. Zudem ist erkennbar, dass Distanzanzeigen mit größerer Entfernung nicht zwangsläufig eine ungenaue Anzeige oder sogar Fehlanzeigen darstellen, sondern als Ausdruck witterungsabhängiger Geruchsausbreitung verstanden werden müssen. Die reduzierte Eindeutigkeitsrate bei instabilen Windverhältnissen verdeutlicht die erschwerte Interpretierbarkeit des Anzeigeverhaltens. Aufgrund der Komplexität der Geruchsausbreitung unter natürlichen Bedingungen sind weitere Untersuchungen sinnvoll, um eine gezieltere Witterungsanpassung bei der Suche mit Artenspürhunden zu ermöglichen.
Die Suchen fanden auf drei Versuchsflächen statt, auf denen Proben ausgebracht und deren GPS-Standorte erfasst wurden. Vier Hunde suchten die Flächen ab und signalisierten Geruchsansammlungen unabhängig vom Probenstandort (Distanzanzeigen), deren GPS-Standorte ebenfalls erfasst wurden. Während und nach der Suche wurden die Witterungsbedingungen dokumentiert. Die Anzeigen wurden den Proben zugeordnet und die jeweilige Entfernung berechnet. Nicht eindeutig zuordenbare Anzeigen wurden gesondert berücksichtigt. Die statistische Auswertung erfolgte mittels generalisierter linearer gemischter Modelle (GLMM) entsprechend der aufgestellten Hypothesen.
Die statistische Auswertung zeigt bei geringer Windgeschwindigkeit bzw. Windstille eine signifikante Reduktion der Detektionsrate, während bei abwärts gerichtetem Wind ein positiver Trend erkennbar ist. Bei steigendem Niederschlag sinkt die durchschnittliche Entfernung stark. Die Eindeutigkeitsrate nimmt bei hoher Turbulenz und stark drehendem Wind deutlich ab. Bei zunehmender Niederschlagsmenge ist dagegen ein signifikant positiver Einfluss erkennbar.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Arbeit mit Artenspürhunden maßgeblich an die Witterung geknüpft ist. Insbesondere der Wind ist dabei ein entscheidender Faktor für die Geruchsausbreitung. Schon geringe Windgeschwindigkeiten können den Sucherfolg dabei wesentlich erhöhen. Auch Niederschlag zeigte einen deutlichen Einfluss, indem zunehmende Niederschlagsmengen mit geringeren Anzeigenentfernungen und einer höheren Eindeutigkeitsrate einhergehen. Zudem ist erkennbar, dass Distanzanzeigen mit größerer Entfernung nicht zwangsläufig eine ungenaue Anzeige oder sogar Fehlanzeigen darstellen, sondern als Ausdruck witterungsabhängiger Geruchsausbreitung verstanden werden müssen. Die reduzierte Eindeutigkeitsrate bei instabilen Windverhältnissen verdeutlicht die erschwerte Interpretierbarkeit des Anzeigeverhaltens. Aufgrund der Komplexität der Geruchsausbreitung unter natürlichen Bedingungen sind weitere Untersuchungen sinnvoll, um eine gezieltere Witterungsanpassung bei der Suche mit Artenspürhunden zu ermöglichen.
Details
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Qualifizierungsstufe | Bachelor of Science |
| Betreuer:in / Berater:in |
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| Datum der Verteidigung (Datum der Urkunde) | 27 März 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 12 März 2026 |
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