Current clinical standards for renal transplantation: a survey among urological and surgical transplantation centers in Germany

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftForschungsartikelBeigetragenBegutachtung

Beitragende

  • working group kidney transplantation of the German Association of Urology - (Autor:in)
  • Klinik und Poliklinik für Urologie
  • Philipps-Universität Marburg
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Universität Rostock
  • Universität des Saarlandes
  • Universität Heidelberg

Abstract

Ziel: Nierentransplantationen in Deutschland werden entweder von chirurgischen, urologischen oder interdisziplinären Teams durchgeführt. Daher können sich die perioperativen Abläufe in relevanten Punkten unterscheiden. Ziel unserer Umfrage war es, die jeweiligen perioperativen Standards zu erfassen und zu vergleichen. Methoden: Ein strukturierter Fragebogen mit 50 Fragen wurde per E-Mail an alle zertifizierten deutschen Nierentransplantationszentren (n = 38) versandt. Die anonymisierte Datenerhebung erfolgte von November 2023 bis Mai 2024 mit www.surveymonkey.com. Ergebnisse: Von 34 der 38 Zentren (Rücklaufquote 89,5 %) gingen vollständige Antworten ein; 13 Zentren waren urologisch und 21 chirurgisch geleitet. In den meisten Fällen (76 % urologisch vs. 90 % chirurgisch, n = 10 bzw. 19) erfolgt die Transplantation extraperitoneal über einen hockeyschlägerförmigen Schnitt. Eine Peritonealfensterung zur Lymphozeleprophylaxe wird nicht routinemäßig durchgeführt (69 % vs. 86 %, n = 9 bzw. 18). Gefäßanastomosen werden primär häufig mit 5-0 oder 6-0 Prolene, Ureteranastomosen mit 4-0, 5-0 oder 6-0 PDS-Nahtmaterial vernäht. Die Lich-Gregoir-Technik wird am häufigsten für die Ureterimplantation angewendet (84 % in der Urologie vs. 76 % in der Chirurgie, p = 0,55). Es bestehen nur geringe Unterschiede im postoperativen Management zwischen urologischen und chirurgischen Zentren, z. B. hinsichtlich der Katheterisierungsdauer (7–10 Tage vs. < 7 Tage; p = 0,008) oder des Entlassungszeitpunkts (10–14 Tage vs. 6–8 Tage; p = 0,05). Fazit: Die meisten Nierentransplantationen in Deutschland werden nach vergleichbaren Standards durchgeführt. Es gibt geringfügige Unterschiede im Vorgehen der einzelnen Spezialisten, z. B. in der Wahl des Nahtmaterials. Bestimmte Verfahren, wie beispielsweise die Peritonealfensterung zur Lymphozeleprophylaxe, bedürfen weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen.

Details

OriginalspracheEnglisch
Aufsatznummer710
Seitenumfang7
FachzeitschriftWorld journal of urology
Jahrgang43
Ausgabenummer1
PublikationsstatusVeröffentlicht - 20 Nov. 2025
Peer-Review-StatusJa

Externe IDs

PubMed 41266680

Schlagworte

ASJC Scopus Sachgebiete

Schlagwörter

  • Dialysis, Kidney transplantation, Perioperative treatment, Standards, Survey