Chirurgie des kolorektalen Karzinoms

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftForschungsartikelBeigetragenBegutachtung

Beitragende

Abstract

Die chirurgische Therapie stellt die zentrale kurative Behandlungsoption bei kolorektalen Karzinomen dar, wobei zwischen Kolon- und Rektumkarzinomen differenziert werden muss. Essenziell ist die En-bloc-Resektion des Tumors inklusive des zugehörigen Lymphabflussgebiets zur Sicherstellung der onkologischen Radikalität. Konventionelle, laparoskopische und robotische Operationsverfahren erzielen vergleichbare onkologische Ergebnisse, wobei minimalinvasive Techniken Vorteile hinsichtlich Blutverlust, postoperativer Erholung und Komplikationsraten bieten. Anatomisch erfolgt die Resektion des Kolonkarzinoms mittels kompletter mesokolischer Exzision (CME) mit zentraler Gefäßabsetzung, während beim Rektumkarzinom äquivalent eine partielle oder totale mesorektale Exzision (PME/TME) je nach Tumorlokalisation Standard ist. Die TME hat zu einer signifikanten Reduktion lokaler Rezidive geführt, erfordert jedoch eine hohe operative Expertise zur Schonung autonomer Nerven und zur Optimierung des funktionellen Outcomes. Die robotisch assistierten Verfahren bieten insbesondere in der Rektumchirurgie Vorteile, was zu geringeren Komplikationsraten und kürzeren Hospitalisierungszeiten bei gleichwertigem – oder im Vergleich zum laparoskopischen Vorgehen sogar leicht verbesserten – onkologischen Ergebnis beiträgt. Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren oder in der Rezidivsituation ist eine multiviszerale Resektion häufig möglich, und erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Details

OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)1141-1147
Seitenumfang7
FachzeitschriftOnkologie
Jahrgang31
Ausgabenummer11
PublikationsstatusVeröffentlicht - Nov. 2025
Peer-Review-StatusJa

Schlagworte

Ziele für nachhaltige Entwicklung

ASJC Scopus Sachgebiete

Schlagwörter

  • Colonic neoplasms, Organ-sparing treatments, Rectal neoplasms, Recurrence, Robot-assisted surgery