Autonomic Nervous System Response to Psychosocial Stress in Anorexia Nervosa: A Cross-Sectional and Controlled Study

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftForschungsartikelBeigetragenBegutachtung

Beitragende

Abstract

Um das Verständnis der Psychopathologie von Patientinnen mit Anorexia nervosa (P-AN) auf psychologischer und physiologischer Ebene zu fördern, sind standardisierte experimentelle Studien mit zuverlässigen Biomarkern erforderlich, insbesondere aufgrund des Mangels an störungsspezifischen Proben. Zu diesem Zweck wurde die Reaktion des autonomen Nervensystems (ANS) auf einen psychosozialen Stressor bei n = 19 P-AN (BMI: 18,7 ± 3,3 kg/m²) untersucht, die alters- und geschlechtsspezifisch mit n = 19 gesunden Kontrollen (HC; BMI: 24,23 ± 3,0 kg/m²) verglichen wurden. Zu diesem Zweck wurden die Parameter der Herzfrequenz (HR) und der Herzfrequenzvariabilität (HRV) in einem Querschnittsstudien-Design unter zwei experimentellen Bedingungen untersucht: (1) in Ruhe und (2) unter Stress (Trier Social Stress Test). Darüber hinaus wurden psychologische Stressindikatoren bewertet. Eine 2 x 2 x 8 ANOVA zeigte ähnliche HR- und HRV-Muster (außer LF-HRV) zwischen P sub AN und HC in Ruhe. Unter Stress zeigte sich bei P-AN (im Vergleich zu HC) eine abgestumpfte HR [Bedingung*Zeit*Gruppe: F sub (2.91,104.98) = 9.326, p = 0.000, eta square = 0.206] und eine abgeschwächte HRV-Reaktion (reduzierte SNS/PNS-Reaktivität). Es wurden signifikante Auswirkungen der Stressbeurteilung (SA) und des BMI auf die HRV-Reaktivität festgestellt. SA auf SDNN = Zustand*Zeit*SA = F sub (4.12, 140.15) = 2.676, p = 0.033, eta square = 0.073. BMI auf LF/HF-Ratio = Zustand*Zeit*BMI = F sub (3,53, 60,16) = 3,339, p = 0,019, Eta-Quadrat = 0,164. Psychologische Indizes deuteten auf ein höheres Maß an chronischem und bewertetem Stress bei P-AN im Vergleich zu HC hin. Zusätzliche Analysen zeigten, dass ED-Symptome stark mit den letztgenannten Konstrukten sowie mit der psychischen Belastung, nicht aber mit dem Gewicht korreliert sind. Außerdem zeigte sich, dass die Anomalien in der Reaktivität trotz normalisierter ANS-Aktivität bestehen blieben. Insgesamt deuten wir darauf hin, dass neben der Gewichtsreduktion auch die Verbesserung der Stresseinschätzung für die Herzgesundheit von Vorteil sein könnte. Vor diesem Hintergrund könnte eine Kombination aus Therapie (z. B. Entwicklung und Aktivierung von Bewältigungsfähigkeiten, kognitive Aufarbeitung) und Biofeedback-Training die Behandlungsergebnisse verbessern und die Stressreaktivität regulieren. (translated by DeepL)

Details

OriginalspracheEnglisch
Aufsatznummer649848
Seitenumfang16
FachzeitschriftFrontiers in psychology
Jahrgang12
PublikationsstatusVeröffentlicht - 17 März 2021
Peer-Review-StatusJa

Externe IDs

PubMedCentral PMC8011538
EBSCO https://search.ebscohost.com/login.aspx?direct=true&db=pdx&AN=0380220&site=ehost-live
Scopus 85103485050
WOS 000635265700001
PubMed 33815232
ORCID /0000-0002-1491-9195/work/142255961

Schlagworte

Schlagwörter

  • Anorexia Nervosa, Body Weight, Chronic Stress, Cognitive Appraisal, Eating Disorders, Heart Rate Variability, Social Stress, Stress Reactions, eating disorders; anorexia nervosa; heart rate variability; laboratory stress induction; chronic stress; Human; Trierer Sozialer Stress Test (TSST); Trierer Inventar zum chronischen Stress (TICS); Primary Appraisal Secondary Appraisal (PASA); Visuelle Analog-Skala (VAS); ICD-10 SYMPTOM CHECKLISTE FÜR PSYCHISCHE STÖRUNGEN (ICD-10 SCL); BECK-DEPRESSIONS-INVENTAR (BDI); EATING-DISORDER-INVENTORY - DEUTSCHE FASSUNG (EDI)