Auswirkung von Mikrohabitaten auf die Zusammensetzung und Diversität Parasitoider Hymenopteren
Publikation: Hochschulschrift/Abschlussarbeit › Bachelorarbeit
Beitragende
Abstract
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen von Mikrohabitaten auf die Zusammensetzung und Diversität parasitärer Hymenopteren in einem nicht bewirtschafteten Mischwald in Langhennersdorf (Sächsische Schweiz). Mittels acht Malaisefallen wurden über einen Zeitraum von elf Wochen (Juni–August 2024) insgesamt 30.884 Insektenindividuen erfasst, darunter Vertreter der Familien Ichneumonidae, Braconidae und Diapriidae. Die Ergebnisse zeigen, dass standortspezifische Faktoren wie Hanglage, Waldrandnähe, Vegetationsstruktur und Totholzvorkommen die Insektenverteilung signifikant beeinflussen. Hanglagen begünstigten flugaktive Gruppen wie Diptera und Hymenoptera durch thermische Aufwinde, während schattige Buchenbestände bodenbewohnende Arten wie Collembola förderten. Waldränder wiesen die höchste Artenvielfalt auf, was auf Übergangseffekte zurückzuführen ist. Totholzreiche Standorte zeigten eine erhöhte Abundanz bei Coleoptera und deren Parasitoiden.
Korrelationen bestätigten trophische Interaktionen: Diapriidae korrelierten mit Diptera, Braconidae mit Lepidoptera und Chalcidoidea mit Sternorrhyncha. Baumarten prägten die Hymenopteren-Gemeinschaften, wobei Eichen Chalcidoidea, Kiefern Braconidae und Buchen Evaniidae begünstigten.
Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung kleinräumiger Habitatheterogenität für die Insektenvielfalt und empfiehlt, strukturreiche Bereiche wie Waldränder und Totholzflächen in Schutzstrategien zu priorisieren. Methodische Limitationen, wie die begrenzte Standortzahl und taxonomische Auflösung, werden diskutiert. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise für ein besseres Verständnis der ökologischen Rolle parasitärer Hymenopteren in Waldökosystemen.
Korrelationen bestätigten trophische Interaktionen: Diapriidae korrelierten mit Diptera, Braconidae mit Lepidoptera und Chalcidoidea mit Sternorrhyncha. Baumarten prägten die Hymenopteren-Gemeinschaften, wobei Eichen Chalcidoidea, Kiefern Braconidae und Buchen Evaniidae begünstigten.
Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung kleinräumiger Habitatheterogenität für die Insektenvielfalt und empfiehlt, strukturreiche Bereiche wie Waldränder und Totholzflächen in Schutzstrategien zu priorisieren. Methodische Limitationen, wie die begrenzte Standortzahl und taxonomische Auflösung, werden diskutiert. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise für ein besseres Verständnis der ökologischen Rolle parasitärer Hymenopteren in Waldökosystemen.
Details
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Qualifizierungsstufe | Bachelor of Science |
| Datum der Verteidigung (Datum der Urkunde) | 27 Apr. 2026 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 27 Apr. 2026 |
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Schlagworte
Forschungsprofillinien der TU Dresden
Schlagwörter
- Insektenbiodiversität, Waldentwicklung, Monitoring