Antimicrobial Stewardship bei pneumologischen Erkrankungen – Wirksamkeit und Limitationen

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Beitragende

  • DGI-Sektion Antimicrobial Stewardship - (Autor:in)
  • Evelyn Kramme - , Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck (Erstautor:in)
  • Katja de With - , Klinische Infektiologie (Autor:in)
  • Pia Hartmann - , Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz, Universitätsklinikum Köln (Letztautor:in)

Abstract

Hintergrund
Atemwegsinfektionen zählen zu den häufigsten Gründen für Antibiotikaverordnungen. Antimicrobial Stewardship (AMS) kann durch gezielte Maßnahmen wie Behandlungsempfehlungen, Visiten und Schulungen die rationale Antibiotikaanwendung fördern und Resistenzentwicklungen verhindern.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)
Dargestellt werden die Wirksamkeit und Limitationen von AMS-Programmen bei pneumologischen Infektionen, insbesondere bei ambulant erworbener Pneumonie („community acquired pneumonia“ [CAP]) und nosokomialer Pneumonie („hospital acquired pneumonia“ [HAP]).

Material und Methoden
Es erfolgen eine Analyse und Diskussion aktueller Leitlinien, Studien und Metaanalysen zu AMS-Interventionen bei pneumologischen Infektionen.

Ergebnisse
Bei CAP bestehen Diskrepanzen zwischen Leitlinienempfehlungen und klinischer Praxis, v. a. bezüglich der Therapiedauer und Initiierung einer oralen Sequenztherapie. AMS-Interventionen sind hier bei der Optimierung wirksam. Bei HAP sind die Diagnosestellung und die Einschätzung des Risikos für multiresistente Erreger (MRE) eine große Herausforderung, was häufig eine „Übertherapie“ verursacht. AMS-Maßnahmen wie Reevaluation von Diagnose und Therapie nach 48–72 h sind entscheidende Instrumente z. B. zur Deeskalation und Fokussierung der Therapie. Bei komplexen Fällen und Verläufen kann eine umfassendere Mitbeurteilung im infektiologischen Konsil sinnvoll sein.

Diskussion
AMS kann die Qualität der Therapie pneumologischer Infektionen verbessern. Limitierend wirken komplexe Verläufe, schwierige Diagnostik und individuelle Patientenfaktoren, die oft eine infektiologische Expertise erfordern. AMS als systematischer Ansatz und die infektiologische Mitbetreuung bei komplexen Krankheitsbildern und -verläufen ergänzen sich bei der Optimierung des Managements von Lungeninfektionen.

Details

OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)345–353
Seitenumfang9
FachzeitschriftZeitschrift für Pneumologie
Jahrgang22
Ausgabenummer6
PublikationsstatusVeröffentlicht - Nov. 2025
Peer-Review-StatusJa

Externe IDs

Scopus 105019178952
ORCID /0000-0001-9473-3018/work/203814198

Schlagworte

Ziele für nachhaltige Entwicklung

Schlagwörter

  • Treatment recommendations, Antimicrobial resistance (AMR), Pneumonia, Rational use of antibiotics, Infectious disease consultations